Wettbewerb ‘Wasserstadt Oberhavel’ Berlin-Spandau, 2. Preis

Wasserstadt Oberhavel, Berlin Spandau
Quartier „Wohnen am Park“

Nichtoffener Städtebaulicher Realisierungswettbewerb, 2018

 

Städtebauliches Gesamtkonzept
Grundidee des Entwurfes ist es, die Baufelder für die Bebauung als Rahmung an die äußeren Ränder zu setzen. Damit entsteht eine grüne Mitte als dreieckig geformtem Quartierspark, in den der Baumbestand und die denkmalgeschützten Gebäude integriert sind. Die Gemeinbedarfsfunktionen formulieren als Spange den südlichen Abschluss der Bebauung, die zugehörigen Freiflächen sind vom Wohnen abgewandt zum südlichen Rand des Planungsgebietes hin orientiert. Der Mobility hub mit zentraler Quartiersgarage wird an der nordwestlichen Gebietsecke platziert.

 

Bebauungskonzept
Die Baufelder werden mit blockartigen Gebäudestrukturen für die Wohnbebauung bespielt, die mittige Wohnhöfe schaffen. Diese öffnen sich zu den zentralen Freiflächen bzw. den Gemeinbedarfsflächen und schaffen klare Raumkanten zu den Erschließungsstraßen. Es wird eine Höhenentwicklung der Wohnbebauung mit 5 Geschossen sowie 7-geschossigen Akzenten vorgesehen. Die strukturelle orthogonale Ausrichtung der Bebauung bezieht sich auf die Daumstraße.

 

Freiflächenkonzept
Der zentrale Quartierspark wird durch den Baumbestand wesentlich geprägt und durch klare Ränder orthogonal definiert. Daneben werden westseitig Spielbereiche integriert. Die Südost gerichtete Grünverbindung wird durch einen Weg begleitet. Die Erschließungsflächen werden durch Baumalleen bespielt, die durch eine versetzte Anordnung den verbleibenden Individualverkehr im Tempo reduziert. Das gesamt öffentliche Erschließungsnetz wird als „shared space“ Fläche ohne Barrieren entwickelt. Vor den Gemeinbedarfsnutzungen werden platzartige Aufweitungen situiert.

 

Mobilitätskonzept
Die Unterbringung des privaten Stellplatzbedarfes erfolgt zentral in einer 4-geschossigen Quartiersgarage in Kombination mit dem Mobility Hub. Das öffentliche Erschließungsnetz dient eingeschränkt der Benutzung für motorisierten Individualverkehr zu Zwecken der Anlieferung, Ver- und Entsorgung und Notfallverkehr. In der Priorität dienen diese Flächen dem Fußgänger – und Radverkehr sowie dem Aufenthalt und Spiel im öffentlichen Raum. Die übergeordneten Wegeverbindungen werden aufgegriffen.

 

2. Preis

 

Auslober / Bauherr:  Gewobag Wohnungsbau-Aktiengesellschaft Berlin

Fläche: ca. 9,33 ha

Architekten: Blaumoser Architekten + Stadtplaner, Starnberg

 

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