Haus der Demokratie in Frankfurt am Main, Teilnahme

HAUS DER DEMOKRATIE IN FRANKFURT AM MAIN

 

Offener Ideenwettbewerb März 2025

 

STÄDTEBAULICH – FREIRÄUMLICHE LEITIDEE

STADT & VERBINDUNG

Das neue Forum für Demokratie bildet einen verbindenden Freiraum vom Römer über den Paulsplatz bis hin zum Kornmarkt. Über das neue Forum, das die Vielfalt der Demokratie über Architekturen und Typologien unterschiedlicher Epochen sowie differenzierte offene Freiräume verbindet, wird die Bedeutung Frankfurts für die Demokratie in Deutschland seit dem 19. Jahrhundert bis in die Zukunft verdeutlicht.

Die stadträumliche Verbindung zwischen Hauptwache/ Zeil und dem Mainufer über die beiden Straßenräume: Kornmarkt und neue Krämme wird durch das neue Gebäudeensemble mit seinen vielfältigen Nutzungen gestärkt.

 

GESTALTERISCHE LEITIDEE

RÄUMLICHE FASSUNG & TRANSPARENZ

Der Dreiklang der Gebäude: Alte Kämmerei, Paulskirche und neuinterpretierter Wiederaufbau der ehemaligen Börse schafft ein Ensemble, dass durch einen transparenten Arkadengang umschlossen wird. Dieser bildet zum einen die städtebauliche Kante des neuen Platzraums, als auch einen durchlässigen Ort für Ausstellungen und Aufenthalt. Niederschwellig wird so der Zugang zu öffentlichen Ausstellungsflächen und Projektionen zum Thema Demokratie ermöglicht und unterschiedliche Außenräume mit vielfältigen Aufenthaltsmöglichkeiten gefasst.

Alle drei Baukörper erhalten erdgeschossig die Hauptzugänge über den Paulsplatz, der durch die neue Bebauung des Arkadengangs im Zusammenspiel mit dem gegenüberliegenden Römer eine neue Platzfassung und Form erhält.

 

BESTAND & WIEDERAUFBAU

PAULSKIRCHE, ALTE BÖRSE & ALTE KÄMMEREI

Die Paulskirche mit ihrer bedeutenden Geschichte bildet das Zentrum des neuen Forums mit Ausstellungsflächen im Erd- und Untergeschoss, die die Geschichte des Ortes reflektieren, sowie dem Parlamentssaal im Obergeschoss für öffentliche Reden. Das Foyer wird ins Untergeschoss mit einem Lichthof geöffnet und verbunden, um hier eine größere Transparenz und Verbindung zu erzeugen. Das Bild von Der Zug der Volksvertreter” von Johannes Grützke findet seinen neuen Platz in der Ausstellung der Alten Kämmerei.

 

Der neuinterpretierte transparente Wiederaufbau der nach dem 2. Weltkrieg abgetragenen Alten Börse, (1840–1843 nach den Plänen von Friedrich August Stülers errichtet) stellt einen Bezug von freiem Welthandel und Demokratie her – die noch erhaltenen historischen Skulpturen die die Verbindung der 5 Kontinente und den Land- und Seehandel- repräsentieren könnten Teil eines Skulpturengartens im Innenhof werden.

Die transparente Säulenhalle auf historischem Börsengrundriss bietet ein zentrales offenes Forum für Veranstaltungen und Ausstellungen. Südlich anschließend kann ein Café im geschwungenen Arkadengang bis in die späten Abendstunden genutzt werden.

 

HAUS DER DEMOKRATIE

NUTZUNGSVARIANZ & TRANSPARENTE KOMMUNIKATION

Das bestehende Gebäude der alten Kämmerei wird für die Hauptnutzungsflächen des neuen Forums der Demokratie genutzt. Erdgeschossig zum Platz befindet sich der Haupteingang und daran anschließend ein Café, das sowohl den Paulsplatz und Innenhof bespielt. Nördlich des Eingangs befindet sich ein offener Ausstellungsbereich, der sich ebenfalls zum Platz über die großen Fassadenelemente öffnet.

Der große Innenhof mit Glasdecke kann neben seiner Funktion als Foyer auch ebenerdig für Veranstaltungen genutzt werden. Im zweiten Hof befindet sich anschließend an die Bibliothek ein offener Lesegarten.

Zum Kornmarkt hin befinden sich in dem Gebäude kleine Ladenlokale; somit bildet das Erdgeschoss einen multifunktionalen offenen Stadtbaustein.

Im ersten Obergeschoss sind neben Bibliothek und Medienzentrum die Räume für Seminare und Veranstaltungen unterschiedlicher Größe untergebracht. In den beiden oberen Geschossen können die Räume für vielseitige Ausstellung genutzt werden, auf dem grünen Dach befindet sich mit Blick in Richtung Zeil und Paulsplatz ein weiteres Café für die Besucher.

 

FREIRAUMKONZEPT

PLÄTZE & GESTALTUNGSELEMENTE

Der Paulsplatz erhält einen ruhigen, durchgehenden Belag, der die drei Baukörper miteinander, mit der Umgebung und mit dem Brunnenpark nördlich der Kämmerei verbindet. Eingebettet werden einzelne Trittsteine aus örtlichem Naturstein, stammend aus Ländern der Welt, z.B. mit Abbildung ihrer Landkarte oder Namen. Zusammen bilden sie das Plattform der Demokratie, auf dem sich die Besucher des Ortes bewegen.

Ein Arkadengang entlang der Berliner Straße umfasst den Raum des Parks nördlich der Kämmerei. Das Arkadenmotiv wird im Anschluss an den Neubau der wiederhergestellten Alten Börse wieder aufgenommen.

Der ovale Brunnen bildet das zentrale Element des Parks und fließt in einer kreisender Endlosbewegung. Die Walter-Kolb-Eiche wird in den Park integriert.

Den nördlichen Abschluss des Paulsplatzes bildet eine Reihe von großen Linden, die mit ihrer Blütenduft und schattenspendendem Laub den Besucher einladen.

Der Platz bleibt weitgehend offen für multifunktionale Nutzungen: für Veranstaltungen, Versammlungen, Märkte oder Feste.

 

Teilnahme

 

 

Fläche: ca. 2,3 ha

Ausloberin: Stadt Frankfurt am Main
Der Magistrat, vertreten durch Oberbürgermeister Mike Josef
Stabsstelle Entwicklung Paulskirche / Haus der Demokratie

Architekten: Victoria von Gaudecker Architektur GmbH, München
Prof. Victoria von Gaudecker und Fachberatung Büro ARCHITEKTUR+STÄDTEBAU Prof.  Anne Christin Scheiblauer

 

 

weitere Informationen:

Haus der Demokratie